Merkblätter zur Restaurierung der überschweren Kräder BMW R75 und Zündapp KS 750.

 

Herausgeber:  ERSATZTEIL    DIENST       Hans-Peter HOMMES       Tiefenstraße 10   41748 Viersen

Monatlich über unsere Webseite erhältlich.            www.wehrmachtsgespann.de
 


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Thema

Anwerferzahnräder Abriss

Autor

Thomas

Date

© 2019 h-p hommes

 

 

Abriss der Anwerferzahnräder

Hier erstmal ein Bild vom Schaden vorweg:


Wie passiert so etwas? Diese Zahnräder sind nahezu neu und wurden vor ca. einem Jahr mit unseren Ersatzteilen erneuert.
Jetzt bekommst du sowas auf den Tisch und musst natürlich analysieren, was da passiert ist. So einen Schaden hatten wir mit unseren Teilen noch nie.
Ungewöhnlich ist, das zwei Zähne abgerissen sind. Nach langen überlegen und beim Kunden erneut nachfragen, hatten wir den Grund gefunden:
Ihm ist jemand gegen den Anwerferhebel gefahren.

Was geschieht, wenn der Anwerferhebel eine Kraft aufnehmen muss, die gegen die normale Drehrichtung wirkt?

Leider war gerade kein offenes Getriebe zur Hand, also eine Seite aus unserem Werkstatthandbuch.

Das große Rad auf der rechten Seite überträgt die Kraft vom Anwerferhebel (dieser greift in das kleinere Rad darüber ein) auf die Starterraschte. Die beiden Räder übereinander sind mit einer verzahnten Welle verbunden, die können wir jetzt einmal als "ein Teil" sehen. Die Verbindung der beiden Räder tut jetzt in diesem Beispiel nichts zur Sache.

Betätigt man den Anwerferhebel, dreht sich das große Rad im Uhrzeigersinn und greift in die Starterratsche ein. Der Motor springt an, man lässt den Anwerferhebel in seine normale Position springen. Das bedeutet, das große Rad dreht sich durch die Anwerferfeder gegen den Uhrzeigersinn zurück und läuft gegen einen Anschlag. So wie das auf dem Bild dargestellt ist, ist es die Position mit dem Anwerferhebel in der normalen "Ruhestellung".

Bekommt jetzt der Anwerferhebel einen Schlag in die entgegengesetzte Richtung, dann steht das große Rad am Anschlagspunkt im Getriebe fest. Die ganze Kraft wird über das Rad auf dem Anwerfer und dem kleineren der beiden Räder hier übertragen und in den Anschlag geleitet. Je nach dem, wie viel Kraft da jetzt auf den Anwerfer wirkt, muss eben etwas nachgeben.

Ganz einfach gesagt: Die Zahnräder sind nicht dafür ausgelegt, die Kräfte aufzunehmen, die dabei entstehen, wenn jemand mit einem anderen Gespann gegen den Anwerferhebel fährt und diesen in die falsche Richtung drückt. Anders herum kann man sagen, das diese Konstruktion für den "normalen" Betrieb völlig überdimensioniert ist.
   

 

 

 

 

 

 

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