Merkblätter zur Restaurierung der überschweren Kräder BMW R75 und Zündapp KS 750.

 

Herausgeber:  ERSATZTEIL- DIENST   Hans-Peter HOMMES       D-41748   VIERSEN   Tiefenstraße 10       Tel. 02162 - 8100933

Monatlich über unsere Webseite erhältlich.            www.wehrmachtsgespann.de
 

Nr. 123

Thema
Radachse fest im Hinterrad

Verfasser

H - P Hommes

Datum

© 2014 h-p hommes

 

 

Fragen:

Das Hinterrad blockierte plötzlich und unerwartet!
Ich hab mein Gespann nur mit großer Mühe überhaupt von der Straße bekommen!

Das Rad lässt sich nicht mehr drehen und auch die Hinterradachse kann ich nicht ausdrehen.

 

 

1. Was ist geschehen? 



2. Was kann ich machen um das Rad auszubauen?

 

3. Wie kann ich verhindern, dass so ein Schaden auftritt?

Indem ich nur maßhaltige Teile verwende.
Achsrohre die geplant wurden, zu kurze Zwischenbuchsen im Hinterradantrieb, dort geplante Aufstandsflächen oder Dichtringhalter mit falschem Maß bewirken dass verschieben des Rades zum Zahnrad hin.
Wenn dann Dichtringhalter und Zahnrad sich kontaktieren, wird durch das Anziehen der Radachse ein axialer Druck auf das Kugellager erzeugt, der je nach entstehendem Druck sofort nach wenigen Kilometer oder erst nach einiger Zeit ein Überhitzen erzeugt mit dem beschriebenen Effekt des blockieren des Hinterrades.

Hier wird auch oft beim Schrauben die Genauigkeit der werksmäßigen Fertigung verkannt.
Zwischen Dichtringhalter und Zahnrad wurden keine 2 mm Luft vergeudet.
Da wurde nur das wirklich notwendige Spiel eingebracht.

Antwort:

zu 1.
Es ist aus irgend einem Grund, zumeist ist es das verbauen eines nicht maßhaltigen Teils, axialer Druck auf das Kugellager des Nabenkörpers (Große Zahnrad) entstanden.
Hierdurch entstand zuerst ein überhitzen des Kugellagers, des Zahnrades, der feststehenden Buchse und hierdurch wiederum ergab sich ein fressen der Buchse auf der Radachse und als Ergebnis ein förmliches verschweißen von der Buchse auf der Radachse die nun mit Gewalt gedreht wird und sich aus dem Linksgewindeeinsatz herausdreht und sich festfrisst.
Ergebnis: Das Rad blockiert total.

zu. 2
Da gibt es zumeist nur eine mühsame brutale Methode.

Durchtrennen des Abstandsbuchse und der Radachse möglichst nah am Rad.
Diese Arbeit ist zumeist nur mit einer Eisensäge und von Hand zu bewerkstelligen.

Nun zieht man das Achsstück aus dem Rahmen und entnimmt die zersägte Abstandsbuchse.

Erst jetzt ist es möglich das Rad nach links bis an den Rahmen zu verschieben.

Der sich nun ergebene Freiraum zwischen Rad und Hinterradantrieb, ermöglicht ein zweites durchtrennen der Hinterradachse. Alles dies ist ein mühsames, nervendes Arbeiten von Hand und nur mit eine guten Eisensäge möglich.

Nach dem Durchtrennen der Achse, kann nun das Rad herausgenommen und dann der Hinterradantrieb ausgebaut und zerlegen werden.

   

 
Hier auf den Bildern ist ein korrekter Zusammenbau erfolgt. Es sieht aber rein optisch so aus als würde keine Distanz vorhanden sein.
Das Vermessen ergibt eine Distanz zum Zahnrad von nur 0,8 mm.

 

Geplante oder an den Enden eingelaufene Achsrohre, Zwischenbuchsen oder falsch gefertigte Filzringhalter sollten tunlichst nicht verbaut werden.

Der entstehende Schaden beläuft sich auf jede Menge Arbeit

+ Radachse, Abstandsbuchse, Zwischenbuchse, Achsrohr innen und außen, Kugellager und die aufwendig zu erneuernde Gewindebuchse.

 

 

                
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