Merkblätter zur Restaurierung der Zündapp KS 750 und BMW R75

 

Herausgeber:  ERSATZTEIL- DIENST   Hans-Peter HOMMES       D-41748   VIERSEN   Tiefenstraße 10       Tel. 02162 - 8100933

Monatlich über unsere Webseite erhältlich.            www.wehrmachtsgespann.de
 

Nr.
102

Thema
Lagerschild   Zündapp KS 750

Verfasser

H-P  HOMMES

Datum

© 2012 h-p hommes

 

Das Zündapp KS 750 Lagerschild hinten im Motor.

 

Das Lagerschild (Bestell Nr. 1067) der Zündapp KS 750

Es muss hinten im Gehäuse passgenau eingesetzt sein. Dieses Lagerschild nimmt mit dem vorderen Rollenlager die gesamten entstehenden Kräfte der Kurbelwelle, Pleuel und Kolben auf.
Ein locker sitzendes Lagerschild bewirkt das Lösen der Verschraubung, führt zu Undichtigkeit und Beschädigungen des Motorgehäuse.

Wenn die Bohrung im Gehäuse für das Lagerschild bereits beschädigt ist, dann muss das Gehäuse auf einem Bohrwerk zentriert und ausgespindelt werden.
Danach passt allerdings das  originale Lagerschild nicht mehr.

Wir benötigen nun ein Lagerschild mit Übermaß.
Dieses kannst Du bei uns erhalten unter der  Bestellnummer 1067-1

Wenn das Lagerschild aus dem Motor gezogen wird, dann empfiehlt es sich das Lagerschild mit der Kurbelwelle gemeinsam aus dem Gehäuse zu ziehen.

Achtung:
'Die vorgesehenen Bohrungen mit Gewinde zum ausdrücken des Lagerschildes aus dem Motorgehäuse sind besonders bei den Originalen Lagerschilden recht schwach ausgebildet.
Es kommt bei dieser Art des ausdrückens sehr oft zum Bruch des Lagerschildes.

Sinnvoller ist es den Auszieher (Bestell Nr. 1044) für die Stößeltassenführungen zu benutzen, um die Kurbelwelle mit dem Lagerschild gemeinsam aus dem Gehäuse zu ziehen.
Die Stösseltassenführungen und die Kurbelwelle haben das gleiche Gewinde.

Hierzu den Auszieher ohne die schräge Druckhülse auf die Kurbelwelle schrauben.
Ein Vierkanteisen mit einer 12 mm Bohrung über das Gehäuse und in die Zugschraube des Ausziehers setzen und nun die Mutter fest anziehen wobei sich die Kurbelwelle und das Lagerschild aus dem Motorgehäuse ausziehen.

Und achte darauf, dass auch die Schraubenauflageflächen beim Lagerschildnachbau geplant sind und nicht nur  dort ein einfacher rauher Guss sich befindet.
Das gleiche wird im übrigen auch bei einigen Nachbauzylindern praktiziert.
Da kann keine Mutter vernünftigen Anpressdruck aufbauen.
Aber man sparte einige Arbeitsgänge bei der Herstellung.
Das ist dann eine billigere Produktion, aber keine preiswertere.

 

Es ist immer wieder interessant welche Gerüchte über Ersatzteile die von uns nachgefertigt werden in die Welt gesetzt werden. Ob aus Unwissenheit oder aus böser Absicht.
Ohne etwas davon zu verstehen wird da etwas schlecht geredet.

Allerdings verunsichern solche Gerüchte dann doch einige Zündapp Bastler.
 

Beispiel:
Gerücht: Beim  Lagerschild vom Hommes fehlt eine wichtige Ölbohrung und das hintere Kugellager wird dann nicht mehr richtig geschmiert.

Richtig ist jedoch, dass diese Ölbohrung, im übrigen ist es keine Bohrung sondern eine ca. 1 mm breite Fräsung in der Seegeringnut bis zum Ölkanal herunter, bei Verwendung von einer Zahnradölpumpe zuviel Öl zwischen dem Kugellager und dem Dichtring pumpen würde, was zu einer Undichtigkeit an der Schwungscheiben Abdichtung führt.
Bereits vor 25 Jahren, bei der Entwicklung des Gleitlagersystems, hatten wir erkannt, dass beim Einbau des originalen Lagerschildes an der Schwungscheibe oft Ölverlust stattfand.
Diese kleine Schlitzfräsung zu verschließen ist so gut wie unmöglich und ich glaube das die meisten KS-Fans überhaupt nicht wissen dass es solch eine Fräsung im Lagerschild gibt.

Nehme ein originales Lagerschild.
Verschließe mit dem Finger die kleine Ausspritzöffnung durch welche das Öl auf die Kurbelwelle gespritzt wird. Nun Blase durch das große seitliche Zuflussloch und Du wirst feststellen, dass obwohl die vermeintlich einzige Auslassöffnung mit dem Finger fest verschlossen ist sich kein Luftdruck aufbaut und die eingeblasene Luft irgendwo entweicht.

Die Fräsung in der Seegeringnut ist auch fast nicht zu sehen.


Deshalb bauen wir heute nur noch neue Lagerschilder bei Motoren mit Zahnradölpumpe ein, die nicht diese Fräsung besitzen.
Bei uns fehlt nichts, sondern es ist eine bewusste positive Änderung der Konstruktion.

Es kommt durch die erhöhte Fördermenge der Zahnradölpumpe trotzdem immer ausreichend viel Öl zu dem hinteren Kugellager.

 

 

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