Merkblätter zur Restaurierung der überschweren Kräder BMW R75 und Zündapp KS 750.

 

Herausgeber:  ERSATZTEIL- DIENST   Hans-Peter HOMMES       D-41748   VIERSEN   Tiefenstraße 10       Tel. 02162 - 8100933

Monatlich über unsere Webseite erhältlich.            www.wehrmachtsgespann.de
 

Nr.

55

Thema
Wehrmachtfarben

Verfasser

Hans - Peter   HOMMES

Datum
© 2008 hphommes

 

 

Die Lackierung.

 

Serienmäßig gab es vier verschiedene Farben. Zwei graue und zwei sandfarbene Töne. Das Reichswehrgrau RAL 7021, das Luftwaffengrau RAL 7019, das Afrikabeige RAL 8000 und das Wehrmachtsbeige (sollte als RAL 7028 noch eingetragen werden).

 

Für 1945 war wegen der nun ausschließlich stattfindenden Kämpfe in Mitteleuropa das beige nicht mehr die richtige Farbe. Es sollte auf einen Olivefarbton, ähnlich der Farbgebung der US-Fahrzeuge umgestellt werden. Es waren bereits Farbmengen dafür hergestellt, die aber nicht mehr eingesetzt wurden. Die KVP* benutzte diesen Farbton nach dem Krieg für ihre Fahrzeuge.

 

Ab Ende 1943 gab es die Grund- und dann nur noch eine anstatt zwei Endlackierung.
Grund hierfür waren Einsparungen die an allen möglichen Stellen vorgenommen wurden

 

Nach originalen Farbvorlagen des RAL Institutes von 1943 wurden die für die heute verwendeten Grundlacke notwendigen Mengen ermittelt. Nach dieser Rezeptur und mit der entsprechenden Mattigkeit, wird der von mir vertriebene Kunstharzlack in einer deutschen Lackfabrik hergestellt. Ein Gebinde von 3 kg ergibt, da es sehr dickflüssig angesetzt ist, nach Zugabe von Universal Verdünnung eine Menge von ca. 5 kg Lack. Es ist kein Härter zuzusetzen. Diese Menge reicht normalerweise gut aus, um ein Gespann komplett zu lackieren.
Der Lack ist sehr einfach zu verarbeiten, da es ein Mattlack ist, der nicht so schnell läuft und Nasen bildet wie ein Glanzlack. Von der Verwendung eines Acryllackes kann ich nur abraten. Er ist zu hart, schwemmt die Schriftzüge zu und lässt eckige Kanten rund erscheinen.

Die Mattigkeit der Wehrmachtsfarben liegt noch weit unter dem, was uns heute als Seidenmatt bekannt ist.

 

 

Farbton Benennung

Name war nicht genormt

RAL Nummer (1944)

 

Verwendet bei

Produktionszeit

Dunkelgrau

(ist wesentlich dunkler als das Schwarzgrau

RAL 7021

allen Einheiten

Bis Ende 1942

Gelbbraun
(ist wie gelblicher Mauersand)

 

RAL 8000

nur bei Auslieferung an das Afrikakorps

1941 bis 1942/43

Dunkelgelb

(ist blass wie Meeresstrand)

 

RAL 7028**

 

Heer, alle Einheiten

Ab Ende 1942

Schwarzgrau

(ist ein helleres Grau als das Dunkelgrau

RAL 7019

nur bei Auslieferung an die Luftwaffe***

Ende 1942 bis 45

 

 

   *  KVP war die Kasernierte Volks Polizei der Sowjetisch besetzten Zone.

 

 ** noch nicht eingetragen in das RAL Register.  

   

*** Fahrzeuge auf Flughäfen standen in getarnten Unterständen, deshalb wurden diese

    in  Schattenfarbe, also grau lackiert.

 

Wir liefern alle vier Farben in der Qualität wie sie auch damals war. Farbton und Mattigkeit stimmen.

 

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